Grund genug für den Ethikkurs Q2 des Beruflichen Gymnasiums, sich für die Teilnahme anzumelden und seine Ideen, Wahrnehmungen sowie Erfahrungen in den 55. Schülerwettbewerb zur politischen Bildung einzubringen. Dazu beschäftigten sich die Schülerinnen intensiv mit dem Thema „Sexismus“ in der Gegenwart – Vorurteile, Formen, Ursachen und die Entwicklung im gesellschaftlichen Kontext und hier insbesondere in der Berufs- und Arbeitswelt: „Warum beantragen Sie Elternzeit, Sie sind doch ein Mann? Wo ist ihre Frau?“
Kein Ethikthema ohne den großen Philosophen der Aufklärung, Immanuel Kant: „Er war persönlich zwar ein Kind seiner Zeit, seine Ethik ist aber zeitlos und stärkt Gleichberechtigung. Es ist wichtig, Denker kritisch zu betrachten und trotzdem konstruktiv zu nutzen“, war eine zentrale Erkenntnis aus der intensiven Bearbeitung des gewählten Themas.
Besonders handlungsorientiert wurde die Auseinandersetzung mit dem Thema dadurch, als der Kurs an verschiedenen Stellen im Schulgebäude der Konrad-Zuse-Schule Sprechblasen mit antisexistischen Botschaften anbrachte, die sich am kategorischen Imperativ Kants‘ beispielsweise mit der Frage „Was hinterlässt mein Satz beim anderen?“ oder „Schubladendenken schadet“ orientierten. Vorbeigehende Schülerinnen und Schüler fühlten sich zum Nachdenken angeregt, wodurch sogar spontane Gespräche über das Thema „Gleichbehandlung“ entstanden. So könne der Ethikunterricht dabei helfen, gesellschaftliche Probleme zu begründen und Lösungsansätze zu schaffen, resümierte Kursleiterin Laura Schuldt, die ihren Schülerinnen zu ihrem Erfolg gratulierte, der von der Bundeszentrale für politische Bildung mit 250,00 EUR prämiert wurde. Die vom Kurs erstellten Infotafeln sowie die erhaltene Urkunde sind ab sofort im Schulgebäude der Konrad-Zuse-Schule zu bestaunen.
Infotafeln: Ethikkurs Q2
Beitrag: Laura Schuldt
