Das Stück basiert auf wahren Erlebnissen und erzählt von Jugendlichen, die in Situationen geraten, in denen der erste Kontakt mit illegalen Substanzen verlockend erscheint – sei es auf einer Party, in der Clique oder auf Klassenfahrt. Schon der Titel deutet an, dass es hier nicht um trockene Fakten, sondern um persönliche Schicksale, Mut und Entscheidungen geht.
Die Aufführung verzichtete bewusst auf Statistiken und Schaubilder. Stattdessen standen Emotionen und Glaubwürdigkeit im Mittelpunkt: Wie fühlt es sich an, wenn man unter Gruppendruck nachgibt? Wie schwer ist es, „Nein“ zu sagen, wenn man dazugehören möchte? Und was bedeutet es für Freundschaft und Familie, wenn Konsum das Leben bestimmt?
Besonders eindrucksvoll war für viele Jugendliche die Erkenntnis, dass „cool sein“ nicht im Konsum liegt, sondern im Mut zur eigenen Entscheidung. Ein einfaches „Nein, danke“ wurde im Stück nicht als Schwäche, sondern als Stärke dargestellt – ein Signal, das im Publikum spürbar Wirkung zeigte.
Nach der Vorstellung boten die Schauspielerinnen und Schauspieler Raum für Fragen und Diskussion. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, um eigene Gedanken und Erfahrungen zu teilen. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, Rauschbrillen mit einem Promillewert von 0,8 oder 1,3 auszuprobieren. Ebenso stand eine Rauschbrille unter Cannabis-Konsum zur Verfügung, welche mit großem Interesse von den Schülerinnen und Schülern angenommen wurde.
„Bye Bye, Ben!“ hat gezeigt, dass Prävention nicht mit erhobenem Zeigefinger funktioniert, sondern durch Nähe, Authentizität und das Mutmachen, selbstbewusst Entscheidungen zu treffen. Für unsere Schule war es ein eindrucksvolles Erlebnis, das sicher noch lange nachwirkt.


