Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

NEWS UND TERMINE

DER KONRAD-ZUSE-SCHULE

Ausstellung „Bücherverbrennung“ in der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek Fulda

  • Erstellt von Claudia Herz

Hünfeld/Fulda, 12.08.2026. Schülerinnen und Schüler der Konrad-Zuse-Schule setzen ein Zeichen für Demokratie und Erinnerungskultur

Mit einer eindrucksvollen Ausstellung zur Geschichte der Bücherverbrennungen setzen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums der Konrad-Zuse-Schule Hünfeld ein starkes Zeichen: Vom 24. Juli bis zum 21. August 2026 ist ihre Ausstellung „Bücherverbrennung“ in der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek Fulda im Rahmen der Reihe „Mehr Raum für Demokratie“ zu sehen.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist Heinrich Heines berühmte Warnung aus dem Jahr 1821: „Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ Kaum ein Satz beschreibt eindringlicher, welche Folgen die Zerstörung von Kultur und freiem Denken haben kann.

Unter der Leitung der Kunstpädagogin Claudia Herz setzten sich die Schülerinnen und Schüler fotografisch mit den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen auseinander. Entstanden sind künstlerische Arbeiten, die historische Erinnerung mit einer zeitgenössischen Bildsprache verbinden und Fragen nach Meinungsfreiheit, Verantwortung und demokratischen Werten aufwerfen. Parallel dazu entwickelte der Kurs Darstellendes Spiel unter der Leitung von Andreas Gamisch das Theaterstück „Was passiert, wenn Bücher brennen?“, das bereits an der Konrad-Zuse- Schule aufgeführt wurde und die schulische Auseinandersetzung mit dem Thema eindrucksvoll ergänzte.

Die Ausstellung erinnert an Autorinnen und Autoren wie Heinrich Heine, Karl Marx und Sigmund Freud, deren Werke 1933 öffentlich verbrannt wurden. Ihre Bücher sollten aus dem kulturellen Gedächtnis gelöscht werden – ihre Gedanken jedoch überdauerten und prägen bis heute wissenschaftliche, gesellschaftliche und philosophische Diskurse.

Mit ihrem Projekt setzen die Schülerinnen und Schüler ein bewusstes Zeichen für Erinnerungskultur, demokratische Bildung und die Freiheit des Wortes. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Grundwerte, Meinungsfreiheit und der respektvolle Umgang mit unterschiedlichen Positionen zunehmend herausgefordert werden, gewinnt die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen neue Aktualität. Die Ausstellung lädt dazu ein, Geschichte nicht als abgeschlossenes Kapitel zu begreifen, sondern als bleibenden Auftrag, Freiheit, Menschenwürde und demokratische Werte zu schützen.

Die Ausstellung ist vom 24. Juli bis zum 21. August 2026 in der Hochschul- , Landes- und Stadtbibliothek Fulda zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Der Kurs „Darstellendes Spiel“ des Beruflichen Gymnasiums mit Abteilungsleiterin Petra Stephanblome (links) unter Leitung von Andreas Gamisch (rechts) und Claudia Herz (zweite von links)