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Schüler erfinden Hochwasser-Simulator - Eine lebensrettende Idee!

Von Jens Heddrich | | Aktuelles | hr3

Entwicklung eines Simulations- und Vorwarnsystems zur Vermeidung von Hochwasserereignissen und so katastrophalen Auswirkungen wie im Ahrtal.

Beschreibung des Projektes:
Entwicklung eines Simulations- und Vorwarnsystems, um Personen- und Sachschäden durch unkontrolliert und schnell abfließendes Wasser nach Starkregenereignissen zu minimieren und zu verhindern. Die Starkregenvorsorge umfasst die Analyse und Simulation von Starkregenereignissen und Fließpfaden.

Das Projekt wurde im Rahmen der Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Informatik an der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld in Verbindung mit der Stadt Hünfeld entwickelt.  

Hierbei wird Grundlagenforschung im Bereich der Schaffung von Software-Simulationsmodellen durchgeführt.  

Es wird eine Analyse und digitale Aufbereitung von Datenmaterial aus topographischen Karten mit Hilfe mathematischer Algorithmen erstellt. Diese Analyse dient wiederum als Basis zur Entwicklung von optischen Darstellungen in verschiedenen Simulationen.

Die für die Simulationsmodelle benötigten Daten werden über „OpenData“ Projekte des Landes Hessen zur Verfügung gestellt. Hierzu gehören Daten aus den Bereichen: Digitales Oberflächenmodell Hessen (Klasse 1-5), des digitalen Geländemodells Hessen (1-50) und des digitalen Landbedeckungsmodells. Durch die Bereitstellung der Daten durch verschiedene OpenData-Initiativen des Landes Hessen ist es erst möglich geworden Simulationen an und in real existierenden Wohn- und Siedlungsgebieten durchzuführen.

In der aktuellen Planung und Entwicklung ist die Integration von Wetterdaten wie des ICON-D2 Wettervorhersagemodells und verschiedener REAL-Daten aus Sensorpunkten an Bächen, in Regeneinzugsgebieten, in Kanälen usw., um Starkregenvorhersagen machen zu können und diese Zielgenau anzupassen. Zudem sollen zusätzliche Satellitendaten hinzugezogen werden, um Parameter wie Bodenfeuchte besser in die Berechnung bzw. in die Algorithmen zur Simulation der Vorhersagen zu integrieren.


Das Ziel:

Unser Ziel ist es Hochwasser mit so katastrophalen Auswirkungen wie im Ahrtal und NRW zu vermeiden. Die Idee dahinter ist es ein Simulationsmodell zur Darstellung von Hochwasserereignissen zu Verfügung zu stellen, welches dann auch leicht verständlich in Gemeinden Verwendung finden kann. Mit diesen Simulationen lässt sich erkennen, wo Kanäle angepasst werden müssen, geographische Veränderungen vorgenommen werden sollten, oder einfach ein Feldweg angehoben werden muss, um Wassermengen bei Starkregenereignissen umzulenken oder zu verzögern.

hr3

Podcasts

Autor: hr3 - Morning-Show "Guter Ideen Dienstag" mit Tobi und Tina
Veröffentlicht am 15.11.2022
Quelle: © Hessischer Rundfunk


Autor: hr3
Veröffentlicht am 15.11.2022
Quelle: © Hessischer Rundfunk

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Schüler erfinden Hochwasser-Simulator. Von links nach rechts: Leon Bohnwagner, Ruben Otto, David Maul und Jens Heddrich.