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Konrad-Zuse-Schule gibt Erasmus-Stipendiatin Einblicke in berufliches Schulwesen

Von Michael Kühlthau | | Aktuelles

Hünfeld, 01.06.2022. Nach einem knappen Schuljahr Auslandsaufenthalt in Deutschland im Rahmen des Erasmus-Programms, wurde nun die britische Austauschstudentin Danielle Skeith zum Ende des Monats Mai aus der Konrad-Zuse-Schule verabschiedet.

Bevor sie nach neun Monaten in Hünfeld ihren Rückflug nach Manchester antreten konnte, kamen Danielle Skeith und die Koordinatorin für Auslandsaufenthalte, Petra Stephanblome, zu einer gemeinsamen Abschlussreflexion im Büro der Schulleiterin Susanne Diegelmann zusammen. Dabei berichtete Danielle von dem holprigen Start mit zehn Tagen Quarantänepflicht im Hünfelder Bonifatiuskloster, bevor sie ab dem 1. September an der Konrad-Zuse-Schule ihre Hospitation beginnen konnte. Da aufgrund der strengen Corona-Hygienebestimmungen die Kantine im Gästehaus geschlossen hatte, war auch schon gleich die Fachkompetenz der Abteilung Hauswirtschaft der Konrad-Zuse-Schule gefragt: Fachlehrer und Koch Andreas Gerk übernahm für die ersten Tage die „Essensversorgung auf Rädern“ für die Gaststudentin im Kloster. 

Von dort aus ging es auf Wohnungssuche in Fulda, wo sie schließlich eine Unterkunft in der Adalbertstraße fand, was kein leichtes Unterfangen gewesen war. Hinzu kamen zunächst Probleme bei der Akzeptanz des britischen Impfausweises, da von den Apotheken zusätzlich eine Bestätigung aus Großbritannien gefordert wurde. Als schließlich alle Formalitäten und Auflagen geklärt waren, konnte sich Danielle Skeith voll und ganz ihrem Aufenthalt an der Konrad-Zuse-Schule widmen.

Im Unterricht fielen der Stipendiatin am meisten die guten Sprachfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler auf: „Bei uns zuhause können wir zwar auch Deutsch als Fach wählen, doch wir lernen hauptsächlich Textverständnis und Übersetzung, der Fokus liegt nicht auf der Sprachkompetenz. Auch dass die Lehrkräfte in Deutschland zwei Fächer unterrichten, ist in Großbritannien nicht üblich.“, berichtet Danielle, die schwerpunktmäßig in den Klassen des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule hospitierte und auch selbst kleinere Unterrichtssequenzen gestaltete.

Danielle hatte noch einige Tipps für künftige Studierende im Gepäck, die über den Pädagogischen Austauschdienst (KMK/Bonn) an die Schule kommen möchten: „Alles ausprobieren, was möglich ist, alle beruflichen Optionen nutzen, die sich bieten. Man sollte damit allerdings so früh wie möglich anfangen, denn aufgrund der Pandemiebeschränkungen war keine Unterbringung an der Hochschule Fulda mehr möglich für das zweite Semester und insgesamt stellte sich die Kontaktaufnahme zu anderen Institutionen schwierig dar, da im vergangenen Herbst und Winter die meisten Veranstaltungen online stattfanden. Es war schwierig, mit gleichaltrigen ausländischen Studierenden Kontakt aufzunehmen, insgesamt war der Fokus auf die Schule recht groß“, so Danielle auf die Frage, mit welchen Herausforderungen sie in Deutschland konfrontiert war.

Im Rückblick auf sich selbst stellte Danielle eine wesentliche Verbesserung ihrer Sprachkompetenz fest: „Es fällt mir jetzt viel leichter, Deutsch zu sprechen. In Großbritannien sprechen wir vielleicht nur eine oder zwei Stunden Deutsch pro Woche – das ist zu wenig.“

Ob Danielle selbst Lehrerin werden möchte, bleibt für sie noch vorläufig offen. Im Oktober beginnt für sie wieder der Universitätsbetrieb in Oxford, wo sie zunächst den Bachelor-Abschluss in Germanistik und Linguistik erwerben wird.

Zum Schluss erhielt Danielle Skeith ein Zertifikat des Staatlichen Schulamts über die Tätigkeit als Fremdsprachenassistentin in der Bundesrepublik Deutschland zusammen mit dem schultypischen Abschiedsgeschenk „Konrad-Zuse-Rucksack“ mit Thermobecher sowie weiteren Erinnerungsstücken an ihren Aufenthalt in Deutschland.

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Konrad-Zuse-Schule gibt Erasmus-Stipendiatin Einblicke in berufliches Schulwesen - Foto: Dirk Jonas