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Modellprojekt Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) wird verlängert

Von Kai-Uwe Abersfelder, Thomas Willert | | Aktuelles | Hünfelder Zeitung | Osthessen-Zeitung

Hünfeld/Fulda 03.03.2021. Zum Schuljahr 2021/2022 wird das Modellprojekt Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) um weitere vier Jahre verlängert. An der Eduard-Stieler-Schule Fulda und an der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld wird die neue Schulform durch vielfältige Angebote zur Berufsorientierung weiterentwickelt, um den Schülerinnen und Schülern einen bestmöglichen Übergang in ein (duales) Ausbildungsverhältnis zu ermöglichen.

Bereits im Schuljahr 2017/2018 hatten sich beide beruflichen Schulen auf den Weg gemacht, BÜA als Ersatz für die Schulformen Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung, Zweijährige Berufsfachschule und Einjährige höhere Berufsfachschule einzuführen und erfolgreich in der Bildungslandschaft zu etablieren.

Das primäre Ziel der BÜA ist es, Schülerinnen und Schüler bereits nach einem Schuljahr – mit einem Hauptschulabschluss, sofern er nicht schon bei Eintritt in BÜA vorlag – in ein passgenaues Ausbildungsverhältnis zu vermitteln. Diejenigen, die einen Ausbildungsberuf anstreben, für den der Realschulabschluss benötigt wird, können diesen im zweiten Jahr der BÜA erwerben und dann die passende Ausbildung beginnen. Hierzu findet eine enge Verzahnung der Schulen, der Schulsozialarbeit, den Betrieben, der örtlichen Agentur für Arbeit und den Kammern statt.

Im berufsbildenden Unterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in berufsspezifische Abläufe aus mindestens zwei beruflichen Schwerpunkten. Die erworbenen Kompetenzen, die durch hessenweit einheitliche Kompetenzraster abgebildet werden, geben den Betrieben Aufschluss darüber, inwieweit Schülerinnen und Schüler für die einschlägigen Ausbildungsberufe geeignet sind. Betriebliche Phasen (Praktika) unterstützen die Schülerinnen und Schüler weiterhin in ihrer beruflichen Orientierung und sie können die betriebliche Praxis mit all ihren Abläufen besser kennenlernen.

Die allgemeinbildenden Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch werden individualisiert nach kompetenzorientierten Eingangsdiagnostiken entsprechend den Zugangsbedingungen und Anschlussmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Zusätzlich werden die Schülerinnen und Schüler in vier Profilgruppenstunden wöchentlich umfassend bei der Berufswahl und ihrem Bewerbungsprozess beraten und unterstützt. Sie reflektieren hier den eigenen Lernprozess und entwickeln ihre sozialen und persönlichen Kompetenzen. Dabei werden die Lehrkräfte durch Sozialpädagogen/-innen mit acht Wochenstunden pro Klasse unterstützt.

Die Anmeldung zur BÜA erfolgt jeweils bis zum 31. März eines Jahres über die bisher besuchte Schule oder direkt bei der gewünschten Berufsschule.

Infokasten:
An der Eduard-Stieler-Schule werden im ersten Jahr der BÜA folgende beruflichen Schwerpunkte angeboten: Körperpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Sozialwesen, Ernährung/Gastronomie/Hauswirtschaft, Agrarwirtschaft.
An der Konrad-Zuse-Schule werden im ersten Jahr der BÜA folgende beruflichen Schwerpunkte angeboten: Holztechnik, Informationstechnik, Elektrotechnik, Metalltechnik, Textiltechnik, Gesundheits- und Krankenpflege, Sozialwesen, Ernährung/Hauswirtschaft, Büromanagement/Handel.

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Modellprojekt Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) wird verlängert - Foto: Dirk Jonas
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Hünfelder Zeitung, 25.03.2021