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Was tun, wenn ein geliebter Mensch plötzlich verschwindet?

Von Mileen Wild - 10BÜA | | Aktuelles

Hünfeld, 26.11.2019. Was tun, wenn man dem Tod durch ein Bombenattentat nur haarscharf entronnen ist? Was tun, wenn die beste Freundin, gerade dann, wenn man sie am meisten braucht, aus dem Leben verschwindet? Was tun, wenn man verliebt ist, jedoch nicht weiß, wie man es sagen soll? Es sind (nicht nur) die großen Fragen der Jugend, mit denen sich die Autorin Tania Witte in ihrem Roman „Die Stille zwischen den Sekunden“ beschäftigt.

Fotos: Dirk Jonas

Am vergangenen Mittwochvormittag hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassen der 10BÜA und 11BÜA Gelegenheit, gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Gimpel und Frau Persch, an einer Lesung der Autorin Tania Witte teilzunehmen, die aus ihrem preisgekrönten Jugendroman „Die Stille zwischen den Sekunden“ vorlas.

Der Roman ist aus der Sicht der sechzehnjährigen Mara geschrieben, die nur knapp einem Bombenattentat in der U-Bahn entging. Gerade nach diesem traumatischen Erlebnis bräuchte sie ihre beste Freundin Sirîn, doch diese meldet sich plötzlich immer seltener und scheint immer unerreichbarer zu sein. Mara versucht verzweifelt Kontakt zu ihrer Freundin aufzunehmen, doch dem jungen Mädchen begegnen nur Unverständnis und Ablehnung. Zu dieser Achterbahnfahrt der Gefühle kommen auch noch die aufkeimenden Empfindungen Maras für ihren beliebten Mitschüler Chriso, der sie auf der Suche nach Antworten unterstützt.

Die Schülerinnen und Schüler hörten der Lesung mit großem Interesse zu und zum Schluss nahm sich die Autorin Zeit für ein persönliches Gespräch. Hierbei berichtete Tania Witte offen aus ihrem Leben als Schriftstellerin und Journalistin. So erwähnte sie beispielsweise, dass sie erst seit 2018 von ihren Büchern allein das Leben finanzieren könne und dass ihre Inspiration zum Schreiben schlicht das Leben an sich sei. Sie liebe es, Menschen zu beobachten, Gesprächen in der Bahn zu lauschen und interessante Namen und Geschichten aufzuschnappen, um diese in ihren Romanen zu verarbeiten.

Die 60-minütige Lesung und das anschließende Gespräch waren ein voller Erfolg, denn um Tania Witte herrschte eine angenehm lockere Atmosphäre, welche das Zuhören sehr erleichterte. In Erinnerung bleiben werden uns nicht nur ihr bestechender Humor, sondern auch ihre Aussage: „Beim Schreiben und im Leben geht es nicht um Perfektion, sondern vor allem um eines - das Vorankommen!“

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Was tun, wenn ein geliebter Mensch plötzlich verschwindet? - Foto: Dirk Jonas