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"Systemsprenger"

Von Finn Römer, Jasmin Böhme und Lina Möller |

Berichte zum Kinobesuch

Bericht zum Kinobesuch „Systemsprenger“

Für die Klasse Q1b: Finn Römer

Der Umgang mit Kindern, die nicht in unser aktuelles, leistungsorientiertes Schulsystem hineinpassen, war aus unserer Sicht das zentrale Thema des Films ,,Systemsprenger", welchen wir im Klassenverband gemeinsam am Freitag den 18.10. im Kino ansahen. Der Trailer hat uns schon gezeigt, dass der Film keine leichte Kost sein wird. In der Tat: Die vielen intensiven Szenen, in denen das „schwer erziehbare Kind“ – Benni - verzweifelt versucht, die Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu bekommen gehen tief unter die Haut. Die traumatischen Erlebnisse ihrer Kindheit entladen sich in völlig unberechenbaren, plötzlichen Ausrastern, die den Schmerz und die Sehnsucht nach Geborgenheit des kleinen Mädchens zum Ausdruck bringen.  Die immer wieder kehrenden Situationen in denen Benni von wichtigen Bindungspersonen wie beispielsweise ihrer Mutter oder ihrem Schulbegleiter enttäuscht wird -weil diese immer wieder selbst an die eigenen Grenzen mit ihr und ihren Bedürfnissen kommen-  lösen ein enormes Mitgefühl und starke Betroffenheit aus. Es lässt keinen ungerührt, wie Benni von Einrichtung zu Einrichtung geschoben wird, kein zu Hause findet und scheinbar niemand versteht, warum  Benni so handelt wie sie es nun eben tut, um in ihrer Welt zurecht zu kommen. Die Komplexität, aber auch die Hilflosigkeit eines professionellen Hilfesystems, wurde für uns als Zuschauer spürbar.

Dieser Film traf uns alle emotional  sehr stark und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und veränderte unseren Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge. Zumindest wurde dies auch in der intensiven Reflexion im Klassenverband sehr deutlich.


Hilfe zur Erziehung „Systemsprenger“

Von Jasmin Böhme und Lina Möller

Systemsprenger- Ein Begriff für ein Kind, welches dermaßen außer Kontrolle geraten ist, dass es das System aus Jugendamt, Wohngruppen, Pflegefamilien und Schulbegleiter sprengt. Wutausbrüche, in denen Benni, die Hauptperson des Films, pöbelnd und prügelnd durch die Straßen zieht, mitzuerleben, erscheinen einem so lange amüsant, bis man erkennt, dass Benni eben nicht nur ein bockiges, sondern hochtraumatisiertes Kind ist. Letztlich fühlt man im Kinosessel die Hilflosigkeit und Machtlosigkeit, die die Jugendamtsmitarbeiterin Frau Bafané und der Schulbegleiter Michael Heller auch fühlen müssen – eine sehr bedeutsame Konfrontation mit beruflichen Herausforderungen im sozialpädagogischen Arbeitsfeld für uns als angehende Erzieherinnen und Erzieher.

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Systemsprenger - Foto: Krists Luhaers