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FOS-Schüler erleben Wandel der Arbeitswelt in Hamburg

Von Alisia Michel (12FWb) | | Aktuelles

Hünfeld, 20.09.2019. Gemeinsam mit ihren Lehrern Frau Zimmermann und Herrn Kühlthau begaben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 Fachoberschule, Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung, auf Klassenfahrt in die Elbmetropole Hamburg.

Nach Anreise, Zimmer beziehen und Navigieren durch das U- und S-Bahn-Netz der Millionenstadt stand schon der erste Programmpunkt auf dem Plan. In einer spannend und sehr humorvoll gestalteten Stadtführung durch die Innenstadt bekamen wir bei hanseatischem Schmuddel-Wetter Rathaus, Binnenalster, Jungfernstieg und in einem historischen Kontorgebäude die auf und ab fahrenden „Paternoster“ zu sehen. Mit wachen Augen durch Hamburg gehend war die starke Kriegszerstörung mit Händen zu greifen. Das kam besonders eindrücklich durch die nur zum Teil wiederaufgebaute und heute als Mahnmal dienende ehemalige Hauptkirche St. Nikolai zum Ausdruck, die mit 147,3 m Höhe bei Bauabschluss 1874 der höchste Kirchturm der Welt gewesen ist. Der Panoramalift führte auf 76 m Höhe und bot einen fantastischen Blick auf das heutige Hamburg.

Anschließend besuchte die Klasse kostenlos die bekannte Elbphilharmonie – neben dem Hamburger „Michel“ vermutlich das neue, „heimliche“ Wahrzeichen Hamburgs. Nachdem die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit die Landungsbrücken erkundet hatten, starteten sie zu einer ausführlichen Hafenrundfahrt durch die Speicherstadt, auf der Elbe entlang zu den Docks, in denen Schiffe zur Reparatur angelegt hatten und zurück in den Hafen an den Landungsbrücken, der Auswanderungsstelle in die USA im 19. Jahrhundert. Besonders eindrucksvoll war ein im Hafen vor Anker liegendes, 15.000 Container fassendes Frachtschiff mit 368 m Länge, das gleichsam als Symbol für die globalisierte Weltwirtschaft zu verstehen war, da sich beispielsweise die Transportkosten pro Stück auf ein Minimum reduziert haben. Gegen Abend fand sich die Klasse wieder im Hotel zum gemeinsamen Abendessen ein.

Am zweiten Tag startete der Tag nach dem Frühstück mit einem Besuch im „Hamburg Dungeon“, in welchem der Klasse auf gruselige Art und Weise die größtenteils dunkle Geschichte Hamburgs näher gebracht worden war. Gegen Abend ging die Klasse zusammen in der Stadt bei „Hans im Glück“ essen, bevor es zurück ins Hotel ging. Zuvor brachte der Stadtführer am Nachmittag ihnen die Besonderheiten der „Reeperbahn“ nahe, im berühmten Stadtteil St. Pauli mit seiner „Großen Freiheit“, wobei der Name Reepschläger („Seilmacher“) der Straße ihren Namen gab. Sie zogen 1633 dort hin, weil sie innerhalb der Stadtmauern nicht mehr den erforderlichen Platz fanden. Die „Große Freiheit“ geht auf die seit dem 17. Jahrhundert hier gewährten Religions- und Gewerbefreiheiten zurück, die dort ansässige Handwerker und Glaubensgemeinschaften genossen.

Am nächsten Morgen checkte die Klasse nach dem Frühstück aus und begab sich zum letzten Mal Richtung Innenstadt. Dort fand eine Führung durch die Speicherstadt mit dem zugehörigen Museum statt. Die Klasse erfuhr viel über die wirtschaftliche Funktion der Speicherstadt von früher und wie sie sich bis heute zur „Hafen-City“ strukturell verändert hat. Damals wurden die architektonisch interessanten Gebäude hauptsächlich zur Lagerung von Rohstoffen verwendet, wohingegen heute nur noch Teppiche dort gelagert werden und andere Unternehmen, wie zum Beispiel die Kaffeerösterei und das Hamburg Dungeon, ihren Platz haben. Am Nachmittag trat die Klasse die Heimreise mit der Bahn an und war am späten Abend wieder zurück in Hünfeld – aufgrund eines Böschungsbrandes der Bahn allerdings mit einstündiger Verspätung, jedoch mit vielen neuen Eindrücken und einer tollen Klassengemeinschaft im Gepäck.

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FOS-Schüler erleben Wandel der Arbeitswelt in Hamburg - Foto: Kerstin Zimmermann