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Finnische Lehrerdelegation an der Konrad-Zuse-Schule

Von Peter Lotter | | Aktuelles

Nachdem im September 2017 eine Gruppe von Lehrern der Konrad-Zuse-Schule auf Erkundungsfahrt in Finnland war, kam es nun zum Gegenbesuch.

Fotos: Dirk Jonas

Hünfeld, 18.09.2019 - Am Mittwoch war eine dreiköpfige finnische Delegation zu Besuch an der Konrad-Zuse-Schule. Die finnischen Kollegen Herr Mika Lukkarinen und Frau Virpi Niku aus den Bereichen Technik sowie Wirtschaft und Sprachen wurden begleitet vom Koordinator für internationale Kontakte im JEDU-Schulverbund, Herrn Hannu Simi. Sie informierten sich bei ihren deutschen Kollegen über das Bildungsangebot an der Hünfelder Beruflichen Schule. Möglich gemacht wurde der Besuch durch die Mobilitätsberatung der Hessischen Wirtschaft beim Verein Arbeit und Bildung e. V., finanziert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, die auch schon zahlreiche Auszubildende der Konrad-Zuse-Schule bei der Organisation und Durchführung von Auslandspraktika unterstützt hat.

Dies ist nicht die erste Begegnung der beiden Schulen. Schon im Jahr 2017 war eine Abordnung der Konrad-Zuse-Schule an das Berufsschulzentrum in die Region Nordösterbotten (finnisch: Jokilaaksot) gereist, um sich über das dortige Bildungssystem zu informieren und Möglichkeiten für Schülerpraktika zu erkunden. Die Schule hat insgesamt 7 Standorte in den Orten Kalajoki, Oulainen, Ylivieska, Nivala, Haapavesi, Siikalatva und Haapajärvi, die bis zu 100 km auseinander liegen. Sie hat 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und insgesamt 3500 Berufsschülerinnen und Berufsschüler. Es können dort mehr als 50 unterschiedliche Berufe erlernt werden.

Der finnische Schulverbund hat sich als Ziel gesetzt, mindestens 5 % seiner Schülerinnen und Schüler einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. So können interessierte Teilnehmer nicht nur über europäische Programme wie Erasmus+ wichtige Erfahrungen im Ausland sammeln, sondern auch nach China, Nepal oder Thailand gehen, um dort ihren beruflichen und kulturellen Horizont zu erweitern.

An der Konrad-Zuse-Schule gewannen die finnischen Kollegen Einblicke in das deutsche Bildungs- und Ausbildungssystem und erlebten Unterricht in den Fachbereichen Metalltechnik, Informationstechnik und Sozialwesen.

Anschließend fuhr man gemeinsam auf Betriebsbesichtigung zur Firma Wiegand nach Rasdorf. Nach einer Firmenpräsentation, die von Schülern unserer Schule gehalten wurde, wurde anhand eines realen Projekts der Werdegang einer speziellen Rutschenanlage erläutert. Ein Rundgang über das Betriebsgelände ermöglichte Einblicke in die praktische Umsetzung solcher Rutschenanlagen, Sommerrodelbahnen oder auch Skilifte. Auch hier wurde die Internationalität der beruflichen Ausbildung und der zukünftigen Arbeit positiv betont.

In zahlreichen Gesprächsmomenten wurde von den Delegationen der beiden Schulen der Wille bekräftigt, einen gegenseitigen Austausch von Schülerinnen und Schülern sowie Auszubildenden durchzuführen. Angestrebt sind solche Projekte ab dem Frühjahr 2020.

Schulleiterin Susanne Diegelmann freute sich über den finnischen Besuch und hofft auf einen baldigen Besuch einer finnischen Schülergruppe in Hünfeld. Die Einladung für einen weiteren Besuch in Finnland nahmen die Gastgeber gerne an.

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erster von links: Mika Lukkarinnen, zweiter von links: Koordinator Hannu Simi, vierte von links: Schulleiterin Susanne Diegelmann mit Virpi Niku an ihrer Seite - Foto: Dirk Jonas